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    Kaunertaler Triathlon

    Wer es gerne lang und alpin mag, findet an den Wänden und Graten von Hochrinnegg, Schweikert, Wazespitze und Verpeilspitze eine ganze Reihe lohnender Gratüberschreitungen.
    Der „Kaunertal-Triathlon“ ist eine Kombination von drei hochalpinen Gratanstiegen im Urgestein des zentralen Kaunergrats, die sich durchaus mit Westalpenrouten messen können: das Gsallgratl am Schweikert (2881 m), der Nordgrat der Verpeilspitze (3425 m) und der Nordpfeiler an der Watzespitze (3533 m). Das Gsallgratl und der Verpeilspitz-Nordgrat wurden 2009 komplett mit Bohrhaken saniert und in der Linienführung begradigt, so dass man nun fast ausschließlich auf „des Messers Schneide“ unterwegs ist. Der Nordpfeiler der Watzespitze ist momentan noch konventionell abgesichert. Wer es etwas einfacher haben möchte kann mit dem Ostgrat, die etwas einfachere Route auf die Watzespitze wählen.

     

    Ausgangspunkt für den „Triathlon“ ist die Ortschaft Feichten im Kaunertal.


    Schweikert (2881 m) – Gsallgratl (Nordgrat)
    Der Routenverlauf folgt der offensichtlichen Linie über die Grattürme, weshalb die Wegfindung hier keinerlei Probleme bereiten sollte. Zwar ist die Route nominell einfach – sie bewegt sich anhaltend im dritten Grad mit einigen Vierer-Stellen –, doch ist der Charakter hochalpin und die Kletterei teils recht exponiert.


    Verpeilspitze (3425 m) – Nordgrat
    Der wilde Nordgrat der Verpeilspitze mit seinen imposanten Grattürmen ist aufgrund seiner Länge und Abgeschiedenheit wahrscheinlich das großzügigste Unternehmen dieses Gebietes. Bei der Sanierung mit rund 130 Bohrhaken wurde die Routenführung auf die sehr kompakte Gratschneide verlegt. Die Schwierigkeiten bewegen sich konstant im dritten und vierten Grad, die letzte Seillänge fordert dann aber noch Fünferkletterei. . Für den Grat sind sechs bis acht Stunden zu veranschlagen.


    Watzespitze (3533 m) – Ostpfeiler
    Die Watzespitze ist der höchste Berg des Kaunergrates. Der markante Doppelgipfel ragt steil über dem südlichen Madatschjoch auf und beeindruckt mit seinen zerrissenen Hängegletschern, steilen Graten und Wänden.
    Alle Routen auf diesen Berg sind ernste alpine Unternehmungen. Ausgangspunkt ist hierbei die Kaunergrathütte. In der Route über den Ostgrat finden sich moderate Schwierigkeiten meistens vom 2. bis 3. Grad wenige Stellen bis zum  4.  Schwierigkeitsgrat.

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